Besichtigung der Kläranlage Bad Dürkheim

Am Ende der Unterrichtseinheit „Wasserkreislauf“ stand der Besuch der Bad Dürkheimer Kläranlage an. Am 24. 5. 17 fand sich die Klasse 5/6 dort ein. Freundlich und engagiert erklärte uns Herr Gass zunächst im Büro das Ausmaß der Anlage, die wegen der Weinlese größer ausgelegt ist, wie es für einen Ort in der Größe Bad Dürkheims üblich ist. Im Herbst fallen dann Unmengen von Abwasser an.
Der erste Schritt der Reinigung erfolgt mechanisch. Zunächst „fischt“ ein Rechen die größeren Gegenstände ab und leitet sie in einen Container. Durch die Vergrößerung des Wasserdurchflusses wird dann das Wasser verlangsamt und die Sinkstoffe können sich ablagern.
Die biologische Klärung erledigen Bakterien in gesonderten Becken. Unter diesen „fleißigen Helfer“  gibt es welche, die ohne Sauerstoff leben und solche die Sauerstoff brauchen. Für letztere wird Sauerstoff den Becken zugeführt. Es ist darauf zu achten, dass immer genügend Bakterien sich  in den einzelnen Becken aufhalten.
Im letzten Becken konnten die Schülerinnen und Schüler das geklärte Wasser entdecken, das nun in den Bach laufen kann. Es handelt sich um Brauchwasser, denn für Trinkwasser müsste noch eine chemische Klärung folgen.
Zunächst waren die Schülerinnen und Schüler sehr vom Geruch der Anlage beeindruckt und Sie konnten feststellen, dass dieser mit zunehmender Klärung nachließ. Aus einem der Zuläufe durften sie Wasserproben entnehmen, die dann neugierig unter dem Mikroskop untersucht wurden. Das Mikroskop hatte Verbindung zu einem Computer, der das Bild von den Bakterien für alle sichtbar übertrug. Da „knabberte“ doch tatsächlich so ein „Tierchen“ an Dreckpartikeln herum.
Zum Abschluss erklärte uns Herr Gass, dass die heraus gefilterten Festbestandteile nicht wie üblich als kompostierbares Material verwertet, sondern verbrennt wird wegen des hohen Arsengehaltes des Dürkheimer Wassers.

Vielen Dank, Herr Gass, dass Sie uns einen interessanten Einblick in das Ende des künstlichem Wasserkreislaufes gewährten.

Bericht: E. Gumbinger

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